Automatisierte Dienstplanung

Dienstplan-Automatisierung: was wirklich von allein läuft

Die Dienstplan-Automatisierung nimmt der Leitung das Verteilen und das Nachrechnen ab, nicht das Entscheiden. Nurvo erstellt den Monatsplan zum Stichtag, prüft jeden Vorschlag gegen Arbeitszeitgesetz, Tarif und Fachkraftquote und besetzt Ausfälle über eine feste Kaskade — freigegeben wird von Hand.

Alle Funktionen
  • DSGVO-konform
  • 100 % Betriebsrat-konform
  • Ausfallsicher · 2 Server in DE
  • Verschlüsselte Übertragung
  • Telefon-Support 6–21 Uhr

Drei Stufen, und sie sind unterschiedlich weit

„Automatisierung“ ist in diesem Markt ein Wort für sehr verschiedene Dinge. Bei Nurvo steht es für drei Vorgänge, die nacheinander greifen:

  • Der Monatsplan entsteht zum Stichtag. Sie legen Planungszeitraum und Abgabefrist für Dienstwünsche fest. Zum Stichtag verteilt Nurvo die Schichten unter Beachtung von Qualifikationen, Arbeitszeitkonten, Ruhezeiten und den eingereichten Wünschen.
  • Jeder Vorschlag wird vor der Anzeige geprüft. Gegen § 3 und § 5 ArbZG, gegen Tarifvertrag, gegen die Fachkraftquote und gegen bestehende Abwesenheiten. Was die Prüfung nicht besteht, wird gar nicht erst vorgeschlagen.
  • Ein Ausfall läuft in die Kaskade. Interner Springer-Pool, danach eingeteilte Standby-Kräfte, zuletzt — wenn hinterlegt — Anfragen an externe Personaldienstleister, mit Nachfassen bis zur Bestätigung.

Der Unterschied zur Tabelle liegt nicht im Verteilen, sondern im Mitrechnen. Eine Excel-Datei prüft die Ruhezeit nicht über den Monatswechsel hinweg, kennt die Fachkraftquote einer einzelnen Schicht nicht und merkt nicht, dass jemand vor dem vierten Nachtdienst in Folge steht. Was Excel im Schichtbetrieb nicht kann steht ausführlich auf der Vergleichsseite.

So funktioniert's

Geplant, bevor das Problem entsteht.

Der Dienstplan läuft von allein. Nur wenn die Automatik eine Ausnahmelage nicht abdeckt, braucht es einen Satz von Ihnen.

  1. 1

    Vorausschauend geplant

    Nurvo erstellt den Monatsplan für gewünschte Vorlaufzeiten unter Einhaltung von Mitarbeiterwünschen, Qualifikationen, gesetzlichen Ruhezeiten und Fachkraftquoten.

  2. 2

    Ausfälle strukturiert auffangen

    Bei Krankmeldungen ermittelt das System geeignete Vertretungen über das interne Team, Springer-Kräfte oder hinterlegte Personaldienstleister. Beteiligte werden direkt per App und E-Mail informiert.

  3. 3

    Unterstützung durch den KI-Copiloten

    Für unvorhergesehene Sonderlagen formulieren Leitungskräfte Anfragen in natürlicher Sprache. Jeder Vorschlag durchläuft die vollständige Prüfung gegen Arbeitszeitgesetz, Tarif und Fachkraftquote.

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Feature-Übersicht

Die Funktionen, die dabei ineinandergreifen

Monatsplanung, Dienstwünsche, Vertretungssuche und Besetzungsnachweis arbeiten auf demselben Datenbestand — deshalb entsteht der Nachweis nebenbei und nicht am Quartalsende.

Automatischer Dienstplan

Sie legen den Planungszeitraum und die Abgabefristen für Mitarbeiterwünsche fest. Nurvo erstellt den Monatsplan fristgerecht unter Beachtung von Qualifikationen, Arbeitszeitkonten und Ruhezeiten. Nach der Freigabe erhalten alle Mitarbeitenden ihre Schichten per App und E-Mail.

Dienstwünsche & faire Verteilung

Mitarbeitende hinterlegen Schichtwünsche per App. Das System berücksichtigt diese bei der Monatsplanung und achtet auf eine gleichmäßige Verteilung im Team.

Springerpool & externe Partner

Bei Personalausfällen ermittelt Nurvo passende Vertretungen nach Qualifikation, Verfügbarkeit und Ruhezeiten. Reicht das interne Team nicht aus, können hinterlegte Personaldienstleister strukturiert angefragt werden.

Personalbemessung & Nachweis-Export

Fortlaufende Berechnung der Soll- und Ist-Besetzung mit unmittelbarer Kennzeichnung von Unterschreitungen. Per Klick erzeugt Nurvo den behördlichen Nachweis als PDF nach den Vorgaben der PPBV für Krankenhäuser oder nach § 113c SGB XI (PeBeM) für Pflegeheime.

Wo die Automatisierung aufhört — und warum das so bleibt

Ein Dienstplan wird in Nurvo erst wirksam, wenn eine berechtigte Leitungskraft ihn freigibt. Das ist keine fehlende Funktion, sondern eine Entscheidung mit zwei Gründen:

  • Mitbestimmung. Die Einteilung von Schichten berührt § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG. Eine Software, die den Plan ohne Freigabe veröffentlicht, nimmt eine Entscheidung vorweg, die dem Haus und seinem Betriebsrat zusteht.
  • KI-Verordnung. Anhang III Nr. 4 der EU-KI-Verordnung stuft Systeme als hochriskant ein, die im Beschäftigungskontext Aufgaben anhand persönlicher Merkmale oder Verhaltensweisen zuweisen. Diese Einstufung gilt seit dem 2. August 2026 — sie ist kein Termin in der Zukunft.

Nurvo bewertet deshalb keine Personen. Verteilt wird nach Qualifikation, Vertrag, Arbeitszeitkonto und Arbeitszeitrecht; jeder Vorschlag ist mit seinen Kriterien protokolliert, der Automatisierungsgrad ist einstellbar, und das System lässt sich im reinen Vorschlagsmodus betreiben. Wo eine KI beteiligt ist, ist das nach Art. 50 KI-VO gekennzeichnet — nachzulesen unter KI-Transparenz.

Für ein Beschaffungsgespräch ist das der Teil, der zählt: Lassen Sie sich die Einstufung nach der KI-Verordnung von jedem Anbieter schriftlich geben, und zwar bevor das System läuft.

Häufige Fragen zur Dienstplan-Automatisierung

Was lässt sich an der Dienstplanung automatisieren?

Drei Dinge, und sie sind unterschiedlich weit: Erstens die Erstellung des Monatsplans — Nurvo verteilt die Schichten für den festgelegten Planungszeitraum unter Beachtung von Qualifikationen, Arbeitszeitkonten, Ruhezeiten und eingereichten Wünschen. Zweitens die Prüfung: Jeder Vorschlag läuft gegen § 3 und § 5 ArbZG, Tarifvertrag, Fachkraftquote und bestehende Abwesenheiten, bevor er überhaupt angezeigt wird. Drittens das Nachrücken bei einem Ausfall: interner Springer-Pool, eingeteilte Standby-Kräfte, danach auf Wunsch strukturierte Anfragen an hinterlegte Personaldienstleister. Nicht automatisiert wird die Freigabe.

Kann ein Dienstplan vollautomatisch erstellt und veröffentlicht werden?

Erstellt ja, veröffentlicht nein. Ein Dienstplan wird in Nurvo erst wirksam, wenn eine berechtigte Leitungskraft ihn ausdrücklich freigibt. Das ist bewusst so gebaut und lässt sich nicht abschalten: Die Einteilung von Schichten berührt die Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG, und eine Software, die den Plan ohne Freigabe veröffentlicht, nimmt der Leitung eine Entscheidung ab, die ihr zusteht.

Ist automatisierte Dienstplanung nach der EU-KI-Verordnung erlaubt?

Erlaubt ja, aber nicht voraussetzungslos. Anhang III Nr. 4 der KI-Verordnung stuft Systeme als hochriskant ein, die im Beschäftigungskontext Aufgaben anhand persönlicher Merkmale oder Verhaltensweisen zuweisen; diese Einstufung gilt seit dem 2. August 2026. Ein System, das Schichten nach Qualifikation, Vertrag und Arbeitszeitrecht verteilt und jede Zuweisung einer menschlichen Freigabe unterstellt, ist etwas anderes als eines, das Personen bewertet. Wer Dienstplansoftware beschafft, sollte sich diese Einstufung vom Anbieter schriftlich geben lassen — und zwar vor dem Einsatz, nicht danach.

Braucht die Einführung automatisierter Dienstplanung eine Betriebsvereinbarung?

Ob eine geschlossen wird, entscheiden Einrichtungsleitung und Betriebsrat gemeinsam. Praktisch stellen Gremien drei Fragen: Werden Personalentscheidungen automatisiert getroffen? Ist nachvollziehbar, wie ein Vorschlag zustande kam? Lässt sich der Automatisierungsgrad begrenzen? Nurvo protokolliert die Kriterien und Freigabeschritte jedes Vorschlags, kennt einstellbare Automatisierungsstufen und lässt sich im reinen Vorschlagsmodus betreiben. Die Übersicht unter „Sicherheit & Mitbestimmung“ fasst das für Gremien zusammen.

Was bringt die Automatisierung gegenüber Excel konkret?

Den Unterschied macht nicht das Verteilen der Schichten, sondern das Mitrechnen. Eine Tabelle prüft die Ruhezeit nicht über den Monatswechsel hinweg, sie kennt die Fachkraftquote einer einzelnen Schicht nicht, und sie merkt nicht, dass eine Kraft nach dem dritten Nachtdienst in Folge steht. Diese Prüfungen laufen in Nurvo bei jeder Änderung mit, während der Plan noch offen ist — und der Besetzungsnachweis entsteht dabei als Nebenprodukt, statt am Quartalsende aus mehreren Tabellen zusammengesucht zu werden.

Was passiert bei einer Krankmeldung um sechs Uhr morgens?

Die Krankmeldung kommt über die App herein und löst die Vertretungssuche aus, ohne dass jemand telefoniert. Nurvo arbeitet eine feste Kaskade ab: zuerst der interne Springer-Pool, danach eingeteilte Standby-Kräfte, zuletzt — wenn das Haus es hinterlegt hat — Anfragen an externe Personaldienstleister mit Nachfassen bis zur Bestätigung. Jeder Vorschlag ist vorher gegen Qualifikation, Ruhezeit und Fachkraftquote geprüft, sodass die Leitung keinen Einsatz freigibt, der hinterher nicht zulässig war.

Weitere Fragen? Zum Hilfe-Center

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